Rede

Axel Rötschke, Stadtrat/ Kreisvorsitzender

Bei der 70 Jahrfeier der FDP Schwabach

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen bei den Freien Demokraten. Ganz besonders möchte ich Herrn Bürgermeister Dr. Donhauser begrüßen, sowie die weiteren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Schwabach – Sascha Spahic unseren Stadtkämmerer, etc. Darüber hinaus meine Kollegen aus dem Schwabacher Stadtrat. Nämlich Herrn Klaus Neunhoeffer (Grüne), Herrn Bruno Humpenöder (FW), Herrn Detlef Paul (CSU) und Herrn xy (SPD).

Aus den Reihen der Freien Demokraten möchte ich besonders unsere stellvertretende Landesvorsitzende Britta Dassler, unsere Bezirksvorsitzende Katja Hessel und den Bundesvorsitzenden der liberalen Hochschulgruppen Johannes Dallheimer begrüßen. Des Weiteren habe ich die Ehre, den Ehrenvorsitzenden der FDP Mittelfranken Herrn Hans-Helmut Rösler, sowie die Ehrenvorsitzende der FDP Schwabach Frau Emmi Weiß willkommen zu heißen.

Meine Damen und Herren, liebe Vertreter der Wirtschaft, der Vereine, liebe Gäste – herzlich Willkommen!

 

Ich freue mich, dass wir in Schwabach wieder ein volles Haus haben. Sie wissen, die letzten Jahre waren für die Freien Demokraten nicht einfach – im Besonderen in Schwabach. Wir waren ein überalteter und schrumpfender Kreisverband. Doch dieses Tal haben wir gemeinsam überwunden. Die Freien Demokraten Schwabach wachsen, die Partei hat einen Altersdurchschnitt von 50 Jahren, der Vorstand von 40 Jahren. Wir sind also für die Zukunft gewappnet.

Der Kreisverband hat 70 Jahre hinter sich – mit Höhen und Tiefen. Ich selbst bin erst wenige Jahre Mitglied bei den Freien Demokraten und habe dennoch schon so manches erleben dürfen. Doch dazu wird Ihnen Erik M. Schmauser später mehr erzählen.

Die Arbeit unseres heutigen Geburtstagskindes – des 70 jährigen Kreisverbandes der FDP – besteht im Wesentlichen aus zwei Schwerpunkten: die politische Arbeit und die Stadtratsarbeit. Diese Unterscheidung selbst mag Ihnen schon unsere Einstellung klar machen, dass wir die Stadtratsarbeit von der Politik freihalten. Sachkenntnis statt Ideologie einsetzen.

Wir denken nicht in Legislaturperioden – wir denken weit darüber hinaus. Schwabach ist zwar heute – auch dank der Haushaltskonsolidierung von 2014, die wir Freien Demokraten mitgetragen haben – stark, aber unser Leben wird sich verändern. Durch Überalterung und durch Zuwanderung, durch Digitalisierung und Globalisierung. Das internationale Umfeld ist unübersichtlich geworden. Die Politik ist unübersichtlich geworden.

Die Parteien reagieren darauf unterschiedlich. Die einen teilen die Angst vor Veränderung – deshalb verändern sie nichts. Die anderen missbrauchen Ängste, um auf dieser Angstwelle zu reiten.

Für uns ist dabei klar – es geht nicht um uns. Eine Partei ist kein Selbstzweck – auch nicht diese große traditionsreiche liberale Partei. Es geht um unsere Zukunft, um die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. Schwabach ist heute stark. Aber für die Zukunft brauchen wir mehr. Mehr Tatkraft, mehr Optimismus und mehr Freiheitsliebe.

Wir wollen an die Menschen appellieren, genau das wiederzufinden. Wir wollen den Menschen den Glauben an sich selbst geben. Genau aus diesem Grund bin ich selbst Mitglied bei den Freien Demokraten geworden. Veränderung – Chancen – Aufbruch.

Ich bin 2013 mit 19 Jahren dieser Partei beigetreten. Nur ein Jahr später trat ich als jüngster Oberbürgermeisterkandidat in der bayerischen Geschichte an. Dieser Schwachzug sicherte das Überleben der Schwabacher FDP und ebnete den Weg für den Neuaufbau des Kreisverbandes.

Seit drei Jahren ist die FDP in Schwabach wieder ein wichtiger Part des Schwabacher Stadtrates – einige Entscheidungen wurden mit einer Stimme Mehrheit – mit unserer Stimme entschieden. Wir haben in dieser Zeit 15 Anträge eingebracht.

Jugendparlament, Straßenbau, Parkflächen, Kita-Gebühren und Gewerbeflächen sind nur einige der Themen dieser Anträge. Wir möchten die Zukunft gestalten und nicht einfach bloß verwalten.

Ich ganz persönlich erhoffe mir für die nächste Stadtratswahl ein klares Votum für unsere Arbeit mit der Wahl der FDP zur Fraktionsstärke.

Wenn Sie sich jetzt berufen fühlen, Teil dieser großartigen Partei zu werden – wir haben natürlich Mitgliedsanträge dabei. Ansonsten sind wir für jedes geöffnete Portemonaie dankbar 😉 wenden Sie sich dazu vertrauensvoll an unseren Schatzmeister Manfred Günzel bzw. nutzen Sie unsere Spendenbox.

Jetzt liegt aber erstmal ein spannendes, aber auch ohne Zweifel herausforderndes Jahr vor uns. Wir nehmen die Herausforderung vom Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag an. Diese Aufgabe begleitet mich fast meine gesamte politische Laufbahn.

Aus diesem Grund freue ich mich besonders, dass heute vier der sechs mittelfränkischen Bundestagskandidaten anwesend sind. Katja Hessel, Britta Dassler, Johannes Dallheimer und unsere Schwabacher Kandidatin Jasmin Laub – bitte scheuen Sie sich nicht die vier später noch zu löchern.

Durch die Zeit auf dem Weg zurück in den deutschen Bundestag und die lange Tradition dieser liberalen Schwabacher Partei wird mir stetig bewusst, welch große Fußstapfen jeder von uns im Vorstand auszufüllen hat. Aber, und das kann man mit Fug und Recht so sagen, wir Freien Demokraten lieben Herausforderungen und sind bereit Verantwortung zu übernehmen.

Theodor Heuss und seine Mitgründer haben den besten Namen für eine Partei gefunden, die Anwalt fairer Regeln und offen für Fortschritt ist; für eine Partei, die getragen wird von der Liebe zur Freiheit: Freie Demokratische Partei.

Der Wert einer Überzeugung misst sich nicht an Umfragen – wenngleich diese wieder optimistisch stimmen – sondern an ihrer inneren Stärke. Wer uns heute unterstützt, der unterstützt nicht irgendeine Organisation, sondern der wird Teil einer Idee. Deshalb verstecken wir unsere liberale Überzeugung nicht, sondern kehren wieder zu ihrem Kern zurück, wenn wir mit neuem Stolz sagen: Wir sind Freie Demokraten!